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Bernd Bachmeiers
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Leseproben

 "Sie dürfen mit Yoga Geld verdienen und trotzdem ein spiritueller Mensch sein! Das ist das Mantra, das ich Ihnen mit meinem neuen Buch - Erfolgreich als Yogalehrer/in - auf den Weg gebe. Halten Sie sich von Menschen fern, die das Gegenteil behaupten und die ständig mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt laufen und den hohen moralischen Anspruch, den sie an andere stellen, in keiner Weise erfüllen. Es ist eine aufgesetzte Spiritualität, die nichts mit Yoga zu tun hat." (Bernd Bachmeier) 
 
"Erfolgreich als Yogalehrer/in" ist die Fortsetzung meines ersten Buches "Selbstständig als Yogalehrer/in" das ich 2011 beim Verlag interna veröffentlich habe. Mit meiner 30-jährigen Erfahrung als Yogalehrer helfe ich meinen Berufskollegen/innen, sich auf dem "Yoga-Markt" erfolgreich durchzusetzen und ihren Lebensunterhalt ohne schlechtes Gewissen mit Yoga-Unterricht zu bestreiten.  

Beide Bücher sind zum Preis von 24,90 € (pro Exemplar) + 2,50 € für Porto- und Verpackung in meinem Shop erhältlich. Die Auslieferung erfolgt innerhalb eines Werktages.

Hier eine Leseprobe aus dem Buch "Erfolgreich als Yogalehrer/in":

PREISERHÖHUNG

Keine Ihrer Schülerinnen wird zu Ihnen kommen und sagen: „ Du bist viel zu billig. Wir sind der Meinung, dass du deine Preise erhöhen solltest.“ Sie müssen eine Preiserhöhung schon selbst vornehmen. Das wird eine große Überwindung für Sie sein. Preiserhöhungen sind extrem unangenehm, ich spreche da aus Erfahrung. Trotzdem ist es von Zeit zu Zeit notwendig eine Preiserhöhung vorzunehmen.

Sie dürfen Ihre Teilnehmerinnen nicht missbrauchen. Wenn Sie einen aufwendigen Lebensstil führen und haben sich grade einen großen Mittelklassewagen gekauft, werden Sie die Kosten hierfür nicht auf Ihre Schülerinnen umlegen können. Niemand wird das verstehen. Ihre Teilnehmerinnen sind nicht dafür da, Ihr Luxusleben zu finanzieren.

Es gibt aber verschiedene Anlässe, zu denen Sie Ihre Preise ohne großen Widerstand Ihrer Schülerinnen erhöhen können. Eine habe ich schon im Kapitel „Polynesisches Segeln Teil VI“ auf Seite 62 beschrieben; es ist der Umzug in die eigenen Räumlichkeiten. Jede Teilnehmerin wird verstehen, dass Sie die Mehrkosten für Ihre neuen Räumlichkeiten nicht alleine tragen können. Sie müssen diese Kosten auf die Teilnehmerinnen umlegen. Tun Sie das nicht, beginnt sich die Spirale ab diesem Zeitpunkt nach unten zu drehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ein hoher Schuldenberg angehäuft hat. Wenn Sie also das Risiko mit eigenen Räumen eingehen, müssen Sie dieses Risiko an Ihre Schülerinnen weitergeben.

Trainieren Sie die Wortwahl einer Preiserhöhung zu Hause vor dem Spiegel. Treten Sie ohne schlechtes Gewissen vor Ihre Gruppen und vermeiden Sie es um jeden Preis, sich zu rechtfertigen. Lassen Sie sich auf gar keinen Fall auf irgendwelche Diskussionen in der Gruppe ein. Stehen Sie zu sich und bleiben Sie ganz konsequent, dann wird eine Erhöhung der Preise leicht sein. Es ist ganz einfach; nur, Sie müssen es tun und fortan in Kauf nehmen, dass Sie von einigen Ihrer Schülerinnen nicht mehr geliebt werden. Das ist das einzige Risiko, das Sie eingehen. Menschen, die wegen einer vertretbaren Preiserhöhung den Unterricht bei Ihnen kündigen, wollten sowieso gehen. Das ist für sie ein guter Grund. Lassen Sie sie los!

Es gibt drei andere Möglichkeiten, die Preise anzuheben:

1. Sie haben Ihre Prüfung zur Yogalehrerin bestanden

2. Sie werden Umsatzsteuerpflichtig

3. Sie werden Sozialversicherungspflichtig.

Sie haben Ihre Prüfung bestanden

Immer dann, wenn Sie Ihre Fachkompetenz erhöhen und das nach außen dokumentieren können, ist es eine gute Möglichkeit, Ihre Preise anzuheben. Fachkompetenz kostet Geld. Sie spiegelt sich in der Kursgebühr wieder. Wenn Sie eine vierjährige Ausbildung gemacht haben, gefolgt von einer zweijährigen Weiterbildung in Yoga-Einzelunterricht und einer zweijährigen Fortbildung in Klienten zentrierter Gesprächsführung nach Rogers, ist es nicht sinnvoll, weiterhin 30 € Monatsgebühr für den Yoga-Unterricht zu nehmen. Damit machen Sie sich unglaubwürdig. Wenn Sie keine andere Einnahmequelle haben, werden Sie mit diesen 30 € immer unterhalb der Armutsgrenze leben. Außerdem machen Sie das Preisgefüge für den Yoga-Unterricht in Ihrer Stadt kaputt. Das schadet der Yogaszene und den Yogalehrerinnen in Ihrer ganzen Umgebung.

Legen Sie die Ankündigungen einer Preiserhöhung immer an den Schluss Ihrer Yogastunde. Die Ansprache könnte sich wie folgt anhören: „Am nächsten Mittwoch möchte ich euch zu einem Glas Yogi-Tee und Prana-Bindhu-Balls einladen, ich habe meine Prüfung zur Yogalehrerin bestanden. Ihr werdet es sicherlich verstehen, dass ich aus diesem Anlass die Kursgebühr ab nächsten Monat von 50 € auf 60 € erhöhe, zumal die letzte Preiserhöhung schon 5 Jahre zurückliegt. Wenn Ihr diese Erhöhung nicht tragen könnt, dann sprecht mich bitte nach der Yogastunde an.“

Niemand wird Sie ansprechen. Das ist in Ordnung so. Falls doch einmal jemand kommt, verschieben Sie für diese Person die Erhöhung um 3 Monate, oder nehmen Sie nur die Hälfte der Erhöhung, also 5 €. Und wenn die Schülerin die Preiserhöhung trotzdem nicht zahlen kann? Dann lassen Sie ihr den Unterricht zum alten Preis, aber bitten Sie sie, über diese Vereinbarung nicht zu sprechen. Es gibt in unserer heutigen Zeit viele bedürftige Menschen. Was Eine bekommen hat, will die Andere auch haben. Jede findet einen Grund, warum sie zum alten Preis zu Ihnen in den Unterricht kommen will, da können Sie ganz sicher sein. 

Sie werden Umsatzsteuerpflichtig

Sie wissen aus meinem ersten Buch, dass die Grenze für die Umsatzsteuerpflicht bei 17.500 € liegt. Bleiben Sie mit Ihrem Umsatz unterhalb dieser Grenze, können Sie von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. Übersteigt Ihr Umsatz 17.500 €, müssen Sie von diesem Betrag 19% an Ihr zuständiges Finanzamt abführen. Wie Sie im Kapitel „Polynesisches Segeln V“ auf Seite 64 gesehen haben, geht es sehr schnell, diese Grenze zu überschreiten.

Eine Yogalehrerin bat mich um Hilfe. Sie hatte 2005 einen Umsatz von 18.000 €. Damit war sie ganz eindeutig umsatzsteuerpflichtig. Im Kalenderjahr 2006 lag sie schon bei 24.000 €. Als der Einkommenssteuerbescheid vom Finanzamt eintraf, folgte das böse Erwachen. Da Sie wenig Ausgaben hatte, von der sie die Vorsteuer abziehen konnte, musste sie innerhalb eines Monats über 5.500 € an Umsatzsteuer nachzahlen. Sie hatte ihren Umsatz nicht im Blick behalten. Hinzu kamen dann die vierteljährlichen Umsatzsteuer-Vorauszahlungen. Ich riet ihr, bei ihrem Finanzamt einen Stundungsantrag zu stellen. Dieser wurde mit der Begründung abgelehnt, dass Sie die 5.500 € bereits vereinnahmt hätte. Sie lieh sich dann Geld von Freundinnen und Verwandten, um die Steuerschuld zu begleichen.

Sobald Sie die Vermutung haben, dass Ihr Umsatz die 17.500 €-Grenze übersteigt, müssen Sie Ihre Kursgebühren erhöhen, sonst bleiben Ihnen von den 30 € Monatsgebühr nur noch 25,21 €. Bei einer Preiserhöhung von 19% würden Sie bei 35,70 € liegen. Da das psychologisch kein guter Preis ist und Sie bei dieser Aktion noch keinen Euro für sich übrig haben, empfehle ich Ihnen, den Preis auf 40 € pro Monat zu erhöhen. Sie müssen Ihren Teilnehmerinnen klar machen, dass Sie ohne eine Preiserhöhung Ihren Unterrichtsbetrieb nicht weiterführen können.